Fußball | Regionalliga Kampfspiel in Halberstadt: Chemie siegt verdient

Nachholer 21. Spieltag

Chemie Leipzig hat Germania Halberstadt in Unterzahl verdient mit 2:0 geschlagen. Vor 747 Zuschauern im Friedensstadion brachten zwei schnelle Stürmer die Entscheidung.

Halberstadt - Chemie Leipzig 3 min
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Chancenarme erste Halbzeit

Trotz des tiefen Platzes im Friedensstadion zu Halberstadt versuchten beide Mannschaften in der Anfangsphase das Spiel flach aus der eigenen Hälfte aufzubauen. Motiviert von Trainer Jagatic, der immer wieder laute Kommandos auf den Platz rief, um das Pressing auszulösen, versuchten die Chemiker das Spiel an sich zu reißen. Trotzdem gehörte die erste etwas brenzlige Szene den Halberstädtern. Fabian Raithel rutschte eine Flanke ab, die Benjamin Bellot zur Ecke klären musste (6. Minute).

In der Folge übernahm Chemie durch das hohe Pressing die Spielkontrolle, der große Aufwand führte allerdings nicht zu Torchancen. Gestört von aggressiven Halberstädtern, die mit vielen taktischen Fouls den Spielfluss ins Stocken brachten, gelang wenig.

Wie aus dem Nichts erspielte sich Chemie in der 31. Spielminute die erste Chance, aber nach einer Flanke von Lucas Surek scheiterte Tom Müller aus kurzer Distanz. Sein Kopfball zwang Paul Niehs im Halberstädter Tor zu einer guten Parade. Im direkten Gegenstoß wurde auch Germania gefährlich. Aber auch Bellot war auf dem Posten und klärte Louis Malinas Schuss mit einer Fußabwehr (32.).

Gegen Ende des ersten Durchgangs deutete Chemie mehrmals an, wie man Halberstadt überwinden kann. Steilpässe auf den schnellen Mauer landeten jedoch mehrmals in den Armen es Halberstädter Torhüters Paul Niehs.

Mauers Tiefenläufe helfen Chemie

Weil seinen Halberstädtern im ersten Durchgang die Durchschlagskraft fehlte, wechselte Trainer-Rückkehrer Andreas Petersen zur Pause doppelt. Die offensiven Altrim Pajaziti und Stefan Korsch kamen für Sechser Ole Hoch und den Innenverteidiger Stefan Pribanovic. Zumindest in den ersten Minuten nach der Pause brachten sie neuen Schwung in die Partie.

Doch Chemie ließ sich nicht beeindrucken und nutzte den neuen Platz hinter Germanias Kette. Mauer startete tief, bot sich für lange Pässe an und sorgte für Gefahr. In der 53. Minute spielte er Anton Kanther frei, der an der Strafraumgrenze zu lange wartete. Eine Minute später scheiterte Mast mit einem Distanzschuss knapp (54.).

Aber Chemie setzte angetrieben vom unermüdichen Mauer nach. In der 58. Minute gelang Kanther ein feiner Pass in die Spitze, den Timo Mauer mit einem Flachschuss zur Führung verwandelte. In dieser Spielphase fehlten Halberstadt die Ideen und Chemie konnte mühelos die Führung verwalten.

Turbulente Schlussphase

In der 66. Minute brachte Chemie-Coach Jagatic dann den schnellen Stephane Mvibudulu für Kanther. Seine Marschroute war klar: Chemie sollte weiter die Räume hinter den aufrückenden Germanen nutzen. Andreas Petersen setzte ebenfalls auf frische Kräfte. Die einwechselten Maksym Kowal und Jessim Jallot sorgten ab der 74. Minute für einigen Wirbel.

Verstärkt wurde diese Druckphase von Halberstadt durch einen Platzverweis für Chemies Tom Müller, der in der 81. Minute Gelb-Rot sah. In Überzahl rannten die Gastgeber in den letzten Minuten an, wirklich klare Chancen ergaben sich aber keine.

So blieb das letzte Wort Chemie vorbehalten. In der Nachspielzeit nahm der eingewechselte Mvibudulu einen langen Ball in die Spitze auf, umkurvte Torhüter Niehs und traf zum 0:2-Endstand.

Das sagen die Trainer:

Miro Jagatic (Chemie Leipzig): "Es ist natürlich schön, Wir freuen uns unglaublich. Das hat die Mannschaft super hinbekommen. Der Platz war tief und schwer zu bespielen, aber wir haben trotzdem spielerische Lösungen gefunden. Wir freuen uns immens, weil es immer schwer und eklig ist, überhaupt in Halberstadt Punkte zu holen."

Andreas Petersen (Germania Halberstadt): "Mich ärgert nicht das zweite Tor, sondern dass wir nicht das 1:1 gemacht haben. Petersen kann nicht zaubern, Petersen kann nur über Emotionen, über Motivation kommen. Die Jungs, das sind tolle Typen, aber sie haben natürlich auch zu knabbern. 15 Spiele am Stück nicht gewonnen, da kommt nicht auf einmal jemand und es geht sofort in die andere Richtung."

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 23. Januar 2022 | 11:35 Uhr

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