Fußball | Regionalliga Hält das neue Meuselwitz-Bollwerk auch bei Viktoria?

15. Spieltag

Wiedererstarkte Berliner Mauer gegen das neue Meuselwitz-Bollwerk! So heißt das Motto, wenn es am Freitag zum Flutlichtduell zwischen Viktoria Berlin und dem ZFC kommt. Wir machen den Faktencheck.

Heiko Weber
Schafft Heiko Weber mit dem ZFC Meuselwitz sogar den vierten Dreier am Stück? Bildrechte: imago images/opokupix

Das neue Erfolgsrezept der Thüringer

Torwart Justin Fietz 1, Meuselwitz
Ist die neue Nummer eins in Meuselwitz: Justin Fietz. Bildrechte: IMAGO/Picture Point

Auffallend ist eine Statistik: In den ersten elf Partien kassierte Meuselwitz nur dreimal weniger als zwei Gegentreffer, gewann dabei auch zweimal. Gesamt setzte es aber neun Pleiten. Jetzt ließ die Verteidigung dreimal in Folge nicht mehr als ein Tor zu und schon reichte es zu drei Siegen am Stück. Damit ist das Erfolgsgeheimnis der überraschenden und besten Erfolgsserie seit drei Jahren gelüftet. Trainer Heiko Weber freut sich über das neue Bollwerk und stimmt zu: "Wir agieren im Defensivverhalten besser und zwar vom ersten Stürmer bis zur Viererkette. Dadurch sind wir in der Lage, die Spiele enger zu gestalten."

Berliner Offensivschwäche

So überholte der ZFC vorm Gastspiel sogar den Drittliga-Absteiger in der Tabelle, steht nun einen Rang vorm Gegner. Viktoria hat im Angriff große Probleme. Mit 13 Toren sind nur zwei Teams in der Ausbeute noch schlechter. Defensiv dagegen waren die Hauptstädter zuletzt stabiler, kassierten nur einen Gegentreffer in drei ungeschlagenen Spielen, wobei immerhin fünf Punkte heraussprangen. Der Berliner Ex-Meister hat die alten Mauerfähigkeiten also wieder etwas aufblitzen lassen. Meuselwitz-Coach Weber meint: "Wir tun gut daran, uns genauso wie in den letzten Spielen zu verkaufen." Ein besonderes Spektakel scheint es wegen der defensiven Vorzüge beider Teams wohl nicht zu werden.

Zwei Männer der Stunde

Ein Thüringer Trumpf können die beiden Männer der Stunde werden. Seit zwei Spielen hütet Justin Fietz das Tor des ZFC, die vorherige Nummer eins Jean-Marie Plath saß zuletzt draußen. Fietz überzeugte beim 1:0- Sieg bei Lok Leipzig, ist emotional ein echter Rückhalt und jubelt bei Paraden gern ausgiebig. Das strahlt aufs Selbstvertrauen der Kollegen mit ab. Weber schätzt das so ein: "Justin hat lange auf seine Chance gewartet, dann ist da natürlich viel Euphorie dabei. Er pusht die Jungs und ihnen tut es gut zu wissen, dass da hinten noch einer was verhindert, wenn davor etwas schiefgeht."

Tor für Meuselwitz, Torjubel nach dem 0:1, Torschütze Florian Hansch (22, Meuselwitz).
Florian Hansch bejubelt sein Siegtor bei Lok, links neben ihm feiert Torwart Justin Fietz mit. Bildrechte: PICTURE POINT / Gabor Krieg

Genauso kam Florian Hansch urplötzlich wie Phönix aus der Asche. Der Rechtsaußen traf bis zum Überraschungsdreier in Leipzig gar nicht. Dann wurde er dort zum Siegheld und erzielte die beiden Tore zum 2:1 gegen Hertha II. Seine Formkurve deckt sich also ebenfalls stark mit dem Wandel des ZFC. Weber ist wenig überrascht: "Er ist mit dem rechten und linken Fuß gefährlich, dazu kopfballstark. Irgendwann zahlt sich das aus!"

Bilanz spricht für Viktoria

In den vergangenen sieben Partien war für die Zipsendorfer bei den Hauptstädtern nicht viel zu holen. Fünf Pleiten und gerade mal zwei Remis stehen zu Buche. Der letzte Sieg war ein 1:0 zuhause im November 2016 - also quasi gut sechs Jahre her. An der Seitenlinie stand damals der alte und jetzt seit Sommer wieder der neue Trainer Heiko Weber. Der Coach erklärt die starke Phase der Meuselwitzer auch damit: "Klar, war ich früher schon einmal hier. Aber man braucht erstmal 100 Tage - ähnlich wie man in der Politik immer diese Frist setzt - bis man sieht, was man unter der Woche macht." So will der ZFC weiter im Flow bleiben. Gut: Routinier Nils Miatke kehrt nach Gelbsperre in den Kader zurück.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Thüringenjournal | 03. Dezember 2022 | 19:00 Uhr

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