Fußball | Regionalliga Lok Leipzig bleibt bei 3G-Regelung - Kritik von Karl Lauterbach

Auch Ungeimpfte dürfen weiterhin bei Regionalligist 1. FC Lok Leipzig nach einem Test ins Stadion. Der Sport sei für alle da, solle Menschen verbinden. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert den Verein scharf.

Ein Mann mit Lok Leipzig Trikot wird geimpft.
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Ungeimpfte sind nach einem Test auch künftig bei Regionalligist 1. FC Lok Leipzig willkommen. Wie der Verein mitteilte, wird für die Heimspiele weiter auf die 3G-Regelung gesetzt - geimpft, genesen oder getestet. "Wir könnten laut der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Freistaats Sachsen die 2G-Regel bei unseren Heimspielen einführen, also nur geimpften oder genesenen Personen Zutritt zu gewähren. Das tun wir aber nicht", heißt es in der Mitteilung.  

2G - 40 Prozent wären ausgeschlossen

Fußball solle vielmehr Menschen verbinden. Sport sei für alle da - "egal welche Nationalität, Hautfarbe, Religion oder welchen Impfstatus jemand hat". Lok-Geschäftsführer Alexander Voigt erklärte: "Nach unseren eigenen Erhebungen sind gut 60 Prozent unserer Zuschauer geimpft oder genesen, alle anderen sind mit Negativtests im Stadion. Deshalb bleibt das Testangebot für die Fans an Spieltagen bestehen." Zudem wolle man auch weiterhin Impfangebote vor dem Stadion bei Heimspielen machen.

Lauterbach: Lok benutzt Querdenker-Argumente

Karl Lauterbach, SPD
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Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach übte via Twitter scharfe Kritik an der Regelung bei Lok Leipzig. 2G habe nichts mit Diskriminierung zu tun. "Es geht um den Schutz vor schwerer Krankheit und Tod. 1 FC Lok Leipzig benutzt hier Querdenker-Argumente."

Lok Leipzig antwortet auf Lauterbach

Der Leipziger Verein reagierte mittlerweile auf Twitter auf die Angriffe von Lauterbach. "Zur Klarstellung für alle: Unser Club ist 'pro Impfen'. Wir bieten unseren Angestellten, Spielern und allen Zuschauern Test- und Impfangebote am und im Stadion an. Zudem haben wir uns strenge Hygienekonzepte auferlegt und folgen den gesetzlichen Vorgaben des Freistaates Sachsen", hieß es.

NOFV-Boss Winkler kontert Kritik

Hermann Winkler
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Auch der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes, Hermann Winkler, reagierte auf die Kritik von Lauterbach: "Die große Bundespolitik widmet sich den Problemen eines Regionalligavereins - super! Hätte er sich mal lieber erkundigt, welchen Schaden die oft unlogischen und aktionistischen Verordnungen dem Sport und insbesondere den Kindern und Jugendlichen in unseren Vereinen zufügen und wie Vereine und Verbände damit zu kämpfen haben", schrieb er auf Instagram.

red

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Lukas Aigner (Chemnitzer FC)
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Doch kein Auswärtsdreier für den FC Energie Cottbus in Chemnitz: Lukas Aigner trifft in der Regionalliga-Partie kurz vor Schluss (90.+5) für den Chemnitzer FC.

Mi 20.10.2021 21:08Uhr 00:59 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 25. September 2021 | 16:00 Uhr

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