Fußball | Regionalliga Spitzenreiter Berliner AK in Leutzsch – Coach Duda outet sich als Chemie-Fan

Der Berliner AK eilt aktuell von Sieg zu Sieg, trotz kleinen Etats. Trainer Benjamin Duda hält aber Träumereien vom Staffelsieg für absurd. Und der 34-Jährige freut sich auf das "besondere" Gastspiel bei Chemie Leipzig am Samstag. Die Leutzscher ihrerseits wollen den Aufwärtstrende mit zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen bestätigen.

Benjamin Duda
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Mit einer Berliner Mannschaft an der Spitze der Regionalliga Nordost war zu rechnen. Dass aber der Berliner AK nach fünf Spieltagen mit blütenweißer Weste ganz oben thront, ist schon eine dicke Überraschung. Das Team von Trainer Benjamin Duda ging mit einem Etat in die Saison, der um zwei Drittel gekürzt wurde. Und dennoch eilen die Berliner aktuell von Sieg zu Sieg. Was ist das Geheimnis? "Wir haben gerade das Momentum auf unserer Seite. Wir schwimmen auf einer Welle. Das hat Gründe", erklärte BAK-Coach Duda auf Nachfrage von "Sport im Osten". Dass man jetzt mit einem Auge vielleicht auch auf den Staffelsieg schielt, hält der 34-Jährige für "absurd". "Jedes Spiel bisher hätte auch anders ausgehen können. Dass wir gewonnen haben, war aber kein Glück. Trotzdem schauen wir von Spiel zu Spiel. Meine Spieler haben so ein Naturell, wollen immer Vollgas geben, sich in der Liga zeigen, das als Sprungbrett nutzen. Und zwar mit maximaler Hingabe und einem tollen Spirit."

Hungrige Spieler und Jürgen Gjasula

Vermutlich hat es der Mannschaft eher genutzt, dass Topspieler wie Nader El-Jindaoui (14 Tore in der Vorsaison), Eroll Zejnullahu, Änis Ben-Hatira oder Philip Fontein gegangen sind. Dafür kamen hungrige Spieler. Und es blieb ein ganz wichtiger, Jürgen Gjasula. Der mittlerweile 36-Jährige ist der Kopf der Mannschaft und der verlängerte Arm des Trainers. Der spart nicht mit Superlativen: "Er ist ein großer Mensch, auf dem Platz und neben dem Platz. Er lief im letzten Spiel gegen Cottbus 11,6 Kilometer, mit 36." Wegen eines Knorpelschadens werde er sicher nicht alle 34 Spiele über 90 Minuten machen. "Aktuell läuft es aber, er wird wieder Sechser sein." Die Mischung stimmt augenscheinlich, letztes Wochenende wurde auch Staffelfavorit Energie Cottbus mit 2:1 geschlagen. "Die Jungs sind so fleißig, eine geile Truppe. Das würde ich übrigens auch sagen, wenn wir erst acht Punkte hätten", so Duda. Sie haben aber 15 und gastieren nun am Samstag im Kunze-Sportpark bei der BSG Chemie Leipzig.

im Zweikampf Jürgen Gjasula Berliner AK und Axel Borgmann Energie Cottbus
Vergangene Woche gegen Cottbus: im Zweikampf Jürgen Gjasula und Axel Borgmann (v.l.) Bildrechte: IMAGO / Fotostand

Chemie Leipzig "ist Romantik pur"

Und dort zu spielen, gestand Duda, sei ein ganz besonderes Erlebnis für ihn. In der vergangenen Saison war er als Coach von Germania Halberstadt und dem Berliner AK im Leutzscher Holz. "Ich muss zugeben, dass ich ein Chemie-Fan bin. Die Anhänger, die Atmosphäre, die Offenheit und Gastfreundlichkeit. Das ist Romantik pur, ich freue mich riesig." Die Freude war in der vergangenen Spielzeit natürlich auch deshalb groß, weil Germania und der BAK Auswärtssiege feierten. Das Ziel diesmal: "Wir wollen ungeschlagen bleiben."

Begrüßung der Mannschaften vor Fans im Kunze-Sportpark von BSG Chemie Leipzig.
Duda freut sich auf die großartige Atmosphäre in Leutzsch. Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Wichtige Wochen für die BSG

Und die Leutzscher? Die sind nach Wackelstart mittlerweile, was die Punkte angeht, im Soll. Der späte 1:0-Sieg in Meuselwitz hat da gut getan, mittlerweile ist mit sieben Zählern das Mittelfeld erreicht. "Da wollen wir jetzt weitermachen, auch wenn wir jetzt spielstärkere Gegner haben", sagte Meuselwitz-Siegschütze Denis Jäpel. Damit meint er neben dem BAK das Pokalspiel gegen Lok Leipzig sowie die folgenden Duelle beim Chemnitzer FC und gegen den FC Carl Zeiss Jena.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. September 2022 | 16:00 Uhr

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