Volleyball | Bundesliga VfB Suhl hofft auf die Playoffs, Schwarz-Weiß Erfurt will konkurrenzfähig sein

In der Vorsaison kratzte der VfB Suhl an der Sensation gegen Schwerin und hofft erneut auf die Playoffs. Ganz andere Ambitionen hat Schwarz-Weiß Erfurt. Die Landeshauptstädterinnen wollen mit neuem Trainer endlich Konkurrenzfähigkeit beweisen.

Spielerinnen des VfB Suhl
Der VfB Suhl erreichte vor wenigen Monaten das Playoffviertelfinale und forderte Schwerin alles ab. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Unterschiedlicher könnten die Erinnerungen der beiden Thüringer Bundesligisten VfB Suhl und Schwarz-Weiß Erfurt an die Vorsaison kaum sein. Während die Erfurterinnen abgeschlagen am Tabellenende landeten und einmal mehr davon profitierten, dass es keine Absteiger gab, qualifizierte sich Suhl als Sechster für die Playoffs. Dort durfte das Team von Trainer László Hollósy nach einem Auftaktsieg über Schwerin sogar von der Sensation träumen, verlor gegen den Pokalsieger jedoch die folgenden beiden Spiele und schied mit erhobenem Haupt aus.

Suhl ohne Leitwölfin Steger, aber mit Ambitionen

Und in dieser Saison? Der VfB hat nach eigenem Bekunden die Leistungsträgerinnen halten und sich sogar punktuell verstärken können. Die Russin Tanya Prosvirina und Kayla Haneline aus den USA sollen den Mittelblock verdichten, während Hanelines Landsfrau Roxie Wiblin und die niederländische Nationalspielerin Annick Meijers den Außenangriff komplettieren. Eine große Lücke auf und außerhalb des Feldes hinterlässt jedoch Claudia Steger. Die 31-jährige Identifikationsfigur und Leitwölfin hatte ihre Karriere nach zwölf Jahren im VfB-Trikot vor wenigen Monaten beendet. Nichtsdestotrotz hoffen die Südthüringer auf eine neuerliche Playoffteilnahme.

Suhl steigt mit zwei Heimspielen in die Saison ein. Am Mittwoch (6. Oktober) gastieren zunächst die Ladies in Black Aachen in der Wolfsgrube. "Die Aachenerinnen sind eine kleine Wundertüte, nachdem sie letzte Saison erst spät den Einzug in die Playoffs geschafft haben, wollen sie dieses Jahr wieder oben angreifen. Ich bin froh, dass wir gegen sie zuerst zuhause spielen, mit unseren Fans im Rücken", sagte Trainer Hollósy. Am kommenden Samstag reist der vorherige Playoff-Gegner und amtierende Pokalsieger Schwerin an.

Ex-Dresder Bitter soll Erfurt auf Kurs bringen

Bei Underdog Schwarz-Weiß Erfurt trägt seit diesem Sommer ein neuer Trainer die sportliche Verantwortung – Konstantin Bitter, bisheriger Co-Trainer des Dresdner SC, suchte die Herausforderung in der Thüringer Landeshauptstadt und übernahm für Gil Ferrer Cutino. "Gerade in den letzten zwei Jahren habe ich sehr viel mitgenommen – auch, wie man gewinnt", sagte der 31-jährige Deutsch-Schweizer. Um endlich im sechsten Anlauf auch einmal den sportlichen Klassenerhalt zu meistern, wurde Dreiviertel des Kaders auf den Kopf gestellt. Gleich acht neue Spielerinnen heuerten in Erfurt an, nur vier Akteurinnen wurden gehalten.

"Wir wollen hier etwas aufbauen, modellieren und dahin führen, dass wir einfach Spaß haben können, guten Volleyball sehen können, Professionalität und Strukturen entwickeln können", unterstrich Bittner. Die aus Potsdam zurückgekehrte Außenangreiferin Antonia Stautz sekundierte kämpferisch: "Wir wollen einfach zeigen, dass wir nicht da unten hingehören. Der Ehrgeiz ist sehr groß, nicht mehr dort zu stehen." Die Auftaktaufgabe am Mittwochabend (6. Oktober) könnte schwieriger kaum sein: Erfurt gastiert beim ambitionierten Vizemeister MTV Stuttgart.

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rhi/mhe

Volleyball 2 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Sa 14.08.2021 19:00Uhr 01:59 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGENJOURNAL | 07. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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