❌ Stimmt nicht: Metall kann man riechen

Geprüft von der MDR WISSEN-Redaktion am 10.11.2022.

Faktencheck Metallgeruch
Bildrechte: Imago/ Panthermedia

Wenn man einen metallenen Gegenstand wie ein Eisengeländer, einen Türgriff oder eine Geldmünze anfasst, hat man sofort danach einen typischen Geruch in der Nase. Den gibt es aber gar nicht, Metall ist nämlich geruchlos. Was wir da genau riechen, ist eine chemische Verbindung, die zwischen Haut und Metall entsteht. Auf unserer Hautoberfläche befinden sich die sogenannten Lipidperoxide. Eine Lipidperoxidation ist für das Verderben von tierischen und pflanzlichen Ölen und Fetten verantwortlich. Im allgemeinen Sprachgebrauch sagt man dazu auch "ranzig werden". Lipidperoxide sind also die sauren Bestandteile von ranzigem Schweiß. Metalle wie z.B. Eisen oder Kupfer, reagieren mit diesen Schweißresten und verwandeln sie in organische Moleküle. Und diese Moleküle bringen die Geruchsveränderung mit sich. Das heißt, wir riechen gar nicht das Metall, sondern unseren eigenen Schweiß (oder den von anderen Menschen). Dieser Geruch ist dann wiederum auf das Metall übertragbar, wodurch wir denken, dass das Metall riecht.

Quellen: SWR Wissen, idw - Informations- dienst Wissenschaft

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