unbelegt: Mehr Stromausfälle wegen der Energiewende

Geprüft von der MDR WISSEN-Redaktion am 21.01.2022.

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Anfang Januar ist es zu Stromausfällen in mehreren Städten in Deutschland gekommen. In den sozialen Netzwerken hieß es daraufhin, dass die Energiewende für sogenannte Blackouts in Deutschland verantwortlich sein soll. Doch die Stromausfälle waren alle auf technische Probleme oder Wetterbedingungen zurückzuführen. Es gab nicht zu wenig Strom durch die Umstellung auf Erneuerbare Energien oder die Abschaltung von Atomkraftwerken. Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität. Es gab keine Zunahme von Stromausfällen. Die durchschnittliche Unterbrechungsdauer ist rückläufig und lag im gesamten Jahr 2020 deutschlandweit bei 10,73 Minuten. Das ist die bisher geringste Ausfallzeit seit der ersten Veröffentlichung im Jahr 2006. Es gibt derzeit keine Belege dafür, dass es aufgrund der Energiewende generell zu mehr Stromausfällen oder Blackouts kommt.

Quellen: Bundesnetzagentur, Stromnetz Berlin, Stromnetz Hamburg, Correctiv

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