Computerspiele zur Raumfahrt Hier können Sie spielerisch das Weltall erkunden

"Der Weltraum, unendliche Weiten", mit diesen Worten beginnt die Serie "Raumschiff Enterprise". Die moderne Raumfahrt erweckt diesen Spirit neu. Sie will zurück zum Mond und zu unentdeckten Orten aufbrechen. Damit die Faszination anhält, arbeiten ESA, NASA und SpaceX auch an Computerspielen und Simulation für uns Nicht-Weltraumfahrer. Wir haben uns drei Raumfahrt-Simulationen genauer angeschaut.

Für Technikbegeisterte gibt es jede Menge Neues auszutesten - zum Beispiel im Gaming-Bus in Halle 5.
Eintauchen in eine Spielwelt. Hier sitzen Gamer wie in einer Raumstation eng an eng und spielen ihre Spiele. Bildrechte: MDR JUMP/Annie Reischmann

Eigentlich sollte die Crew-Dragon mit den NASA-Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley heute auf dem Weg zur ISS sein. Der erste bemannte Flug eines kommerziellen Raumschiffs. Doch der Start wurde verschoben. Die Wartezeit können wir spielerisch überbrücken.

ISS-Simulation: Docken Sie an

Mit dem SpaceX-Simulator steuert man eine Dragon Crew Kapsel. Doch für das Andockmanöver an die ISS benötigt es vor allem eins: Geduld. Zwar klingt das Spiel simpel und das Konzept ist einleuchtend. Doch wenn Raumfahrt einfach wäre, dann wären wir vermutlich schon längst unterwegs zu fremden Planeten.

 

Zumindest der Beginn des Spiels veranschaulicht dieses Gefühl. Durch eine Art Wharp-Antrieb wird man durchs Weltall geschossen. Plötzlich befindet man sich vor der ISS und darf diese anfliegen. Ein wenig Schub nach links, dann nach unten. Doch wieder nach oben. Das war dann wohl doch zu viel des Guten. Mit ein wenig Feingefühl kann man sich der Raumstation annähern und schließlich andocken – wie ein echter Astronaut oder eine echte Astronautin.

Der Simulator von SpaceX ist kostenlos und kann über den Browser gespielt werden.

Mars 2030 virtuell

Wollten Sie schon immer mal auf den Mars? Ab 2030 könnte das vielleicht mit einer Rakete von SpaceX gehen. Das Ticket wird bestimmt nicht günstig und vielleicht wird es auch nie zur Kolonisierung des Mars kommen.

Am Computer sollte dies aber kein Problem sein. Das geht mit de, Spiel "Mars 2030" mitentwickelt von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA. Mit einem Raumschiff befinden Sie sich auf dem Landeanflug zum roten Planeten. Die Atmosphäre brennt auf der Außenhaut. Die Landung glückt und Sie befinden sich auf der Oberfläche des Mars.

Als Astronaut erkunden Sie den Planeten. Dabei können Sie zu Fuß über den sandigen Boden laufen oder ein Fahrzeug benutzen. In der Marsstation und auf dem Planeten müssen natürlich Aufgaben erledigt werden. Dafür wurden 40 Quadratkilometer der Marsoberfläche simuliert. Sie erforschen bei Ihrer Marsreise die Vergangenheit des Planten.

Mars 2030 kann mit einer Virtuell Reality Brille gespielt werden. Wer keine besitzt oder das VR-Erlebnis nicht verträgt kann das Spiel aber auch auf herkömmliche Weise spielen. Erhältlich ist das Open-Source-Spiel gratis bei Epic Games.

Kerbal Space Program

Kerbalnauten aufgepasst: In diesem Spiel sind Sie eine Außerirdische Rasse, die die Raumfahrt für sich entdeckt hat. Sie sind keine Astronauten sondern Kerbalnauten, die Raketen bauen um in fremde Welten aufzubrechen. Trotz der verspielten Grafik ist das Spiel realistisch. Es basiert auf aerodynamischen und orbitalphysikalischen Eigenschaften. Ihre gebastelten Raketen werden am Anfang wahrscheinlich oft explodieren. Das Sonnensystem der Kerbalnauten ähnelt dabei unserem: Es gibt einen Mond und verschiedene Planeten.

Nach dem aktuellen Update können Spieler ihre eigene Ariane 5 Rakete mit allen benötigten Stufen und Bauteilen nachbauen. Nachdem Launch der Rakete können zwei neue Szenarien angesteuert werden, die an ESA-Missionen erinnern: Die laufende BepiColombo-Mission zum Merkur und die Rosetta-Mission zum Kometen 67P/ Churyumov-Gerasimenko. Im Spiel werden aber andere Namen verwendet, da sich die Kerbalnauten in ihrem eigenen Sonnensytsem befinden. So wird aus Merkur der Planet Moho. Die Missionen, die mit dem „Shared Horizon“-Update am 1. Juli veröffentlicht werden, wurden in Zusammenarbeit mit der europäischen Raumfahrtbehörde ESA entwickelt:    

Hier bei der ESA sind viele unserer Ingenieure und Wissenschaftler mit dem Kerbal Space Program sehr vertraut.

Günther Hasinger, Wissenschaftsdirektor der ESA ESA

Das Spiel ist zwar auf der Spieleplattform Steam erhältlich, jedoch im Gegensatz zu den anderen beiden Spielen ist es kostenpflichtig. Der Nachfolger "Kerbal Space Program 2" soll noch 2020 herauskommen.

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