Artemis I Mission von Nasa und Esa Hallo Mond! Wir kommen, um zu bleiben

Für Nasa und Esa ist es ein riesiger Erfolg. Beim dritten Startversuch in diesem Jahr ist die SLS-Rakete der Mondmission Artemis I endlich gestartet. Am 16. November um 7:48 Uhr unserer Zeit hob die Rakete mit dem Orion-Raumschiff von Florida aus ab. Die Menschheit macht sich auf den Weg zurück zum Mond – mit einem Navi aus Jena.

Das Orion-Raumschiff über dem Mond
Noch ist das Bild ein Konzept. Doch in wenigen Tagen soll das Orion-Raumschiff wirklich den Mond umrunden. Bildrechte: NASA/Liam Yanulis

Noch einen Abbruch hätte sich die Nasa kaum leisten können. Beim vierten Startversuch in diesem Jahr, dem dritten mit Countdown, ist die Mondrakete SLS der Artemis I-Mission endlich abgehoben - an deren Spitze das Orion-Raumschiff mit dem Europäischen Service-Modul ESM. Für Nasa, Esa und ihre Partner beginnt damit offiziell die Rückkehr zum Mond. Dieses Mal, um zu bleiben. Doch nicht nur das: "Der Mond ist die Blaupause dafür, wie wir zum Mars fliegen", so Pam Melroy, stellvertretende Nasa-Administratorin und Astronautin, "und weiter ins Sonnensystem. Und wer weiß, wo er uns hinführt."

Dafür trainieren Astronauten von Esa und Nasa bereits. Aus Deutschland könnten Alexander Gerst oder Matthias Maurer die ersten Raumfahrer auf dem Mond werden. Gerst ist seit dem Sommer in einem Trainingsprogramm. Anfang November absolvierte er zusammen mit seiner Nasa-Kollegin Stephanie Wilson eine Woche im Rahmen des Pangaea-Geologiekurses der Esa auf der spanische Kanareninsel Lanzarote. "Dies ist das nächste Level", so Gerst über den Kurs. "Da eine neue Ära der Weltraumforschung beginnt, ist es für uns Astronauten von entscheidender Bedeutung, eine gute Grundlage an Kenntnissen der Planetengeologie zu erwerben."

ESA-Astronaut Alexander Gerst und NASA-Astronautin Stephanie Wilson trainieren für  Mondmissionen
Wer zum Mond will, muss sich mit Planetengeologie auskennen. Für den Geowissenschaftler Alexander Gerst, hier mit seiner Nasa-Kollegin Stephanie Wilson bei einer Mission auf Lanzarote, ein Heimspiel. Bildrechte: ESA/A. Romeo

Mit einem Navi aus Jena zwei Mal um den Mond

Artemis I, die jetzt gestartete Mission, wird von einem Navi aus Jena geleitet. Das System Star Tracker an Bord des Orion-Raumschiffs orientiert sich an den Sternen. Die Raumkapsel selbst ist noch unbemannt. Nur zwei Dummys, die Strahlenmesspuppen Helga und Zohar sind an Bord – und Shaun das Schaf. Ihr Trip führt sie in zwei Runden um den Mond. Die Mission wird voraussichtlich 25,5 Tage dauern und das Raumschiff am 11. Dezember im Pazifik wassern.

Bereits 18 Minuten nach dem Start entfaltete das Orion-Raumschiff seine Solarpanele. Bei der Erdumrundung setzt das Raumschiff zehn CubEsats ins All ab – kleine Satelliten, die anschließend eigenständig ihre separaten Missionen verfolgen.

Weltraum
Das Orionraumschiff der Nasa umrundet den Mond. Hier im Modell und bald sogar in echt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach circa vier Tagen soll Orion dann in den Mondorbit eintreten und den Mond in ungefähr 100 Kilometer Höhe umrunden. Nach der zweiten Runde um den Mond kehrt die Raumkapsel zur Erde zurück. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht ein Teil des Raumschiffes, der Kern soll jedoch sicher mit geöffnetem Fallschirm auf die Erde hinabgleiten und auf dem Wasser landen. In unserer Animation können Sie den Flug des Orion-Raumschiffes durchs All schon einmal nachvollziehen.  

Titelgrafik Artemis - Erster unbemannter Testflug zum Mond 2 min
Titelgrafik Artemis - Erster unbemannter Testflug zum Mond Bildrechte: MDR/M. Schuntermann
2 min

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https://www.mdr.de/wissen/faszination-technik/erklaervideo-schrittweiser-ablauf-der-mondmission-artemis-eins100.html

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Artemis I sammelt vor allem Daten

Das Ziel der Artemis I-Mission ist dabei vor allem eines: Daten sammeln. Denn wenn im nächsten Schritt mit Artemis II eine bemannte Raumkapsel um den Mond fliegen soll, dann darf den Astronauten und Astronauten nichts passieren. Deshalb wird das Raumfahrzeug Orion samt aller Systeme im Weltraum getestet. Dabei geht es beispielsweise darum, dass das amerikanische Kommandomodul des Raumfahrzeuges mit dem europäischen Servicemodul funktionieren muss oder dass das Hitzeschild von Orion beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zuverlässig funktioniert – denn das Raumfahrzeug wird sich deutlich schneller wieder zurück Richtung Erde bewegen, als das bei einer Rückkehr von der ISS der Fall wäre.

Außerdem soll mit der Artemis I-Mission abgeklärt werden, dass das Raumschiff im Umfeld des Mondes (dem Mond-Orbit) genauso manövrierfähig ist wie im Umfeld der Erde. Und es wird getestet, welche Strahlenbelastung sich für die Besatzung des Raumschiffes während des Fluges ergibt.

Die Nasa stellt einen Live-Tracker zur Verfügung

Wo genau sich das Raumschiff gerade befindet, können Sie während der Mission übrigens live nachvollziehen. Auf einer eigens eingerichteten Tracking-Seite gibt die Nasa alle Informationen über den Aufenthalt von Orion an die Öffentlichkeit weiter. Außerdem werden unter @Nasa_Orion regelmäßige Updates veröffentlicht.

Links/Studien

Die Tracking-Seite der Nasa finden Sie hier.

iz/gp

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Was wissen wir über den Mond? Bildrechte: MDR