MDR WISSEN Adventskalender Kosmische Schlange gesichtet!

Vorsicht Phobiker: Durchs Weltall schlängelt sich eine gigantische kosmische Schlange! Aber: Türchen 22 soll Ihnen so kurz vor Weihnachten keine Angst machen. Womöglich handelt es sich nur um eine Täuschung.

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Schlangen auf der Erde? Schlimm genug! Zumindest für alle, die unter einer Phobie leiden. Und jetzt schlängelt sich auch durchs Weltall die sogenannte "cosmic snake". Entdeckt haben sie Forschende mit dem Hubble-Weltraumteleskop. Damit kann man weit ins Universum hineinsehen und sechs bis sieben Lichtjahre entfernte Sternensysteme beobachten.

Die Gravitationslinse verzerrt das Bild

Die kosmische Schlange im All
Bildrechte: ESA/Hubble, NASA

Weil das starke Teleskop alleine aber noch nicht ausreicht, machten die Forschenden sich einen Spezialeffekt des Universums zunutze: die sogenannte Gravitationslinse. Das ist eine Zoom- oder Verzerr-Linse, die entsteht, weil das Gravitationsfeld eines besonders massereichen Objekts, beispielsweise eines Sterns, das Licht in seiner Umgebung verzerrt.

Richtet man das Teleskop auf ein solches Objekt, bekommt man ein stark vergrößertes und verzerrtes Bild davon, was sich hinter dem Objekt befindet. Und so entsteht auch die cosmic snake: Die Gravitationslinse verzerrt das Bild so, dass es aussieht, als würde sich eine gigantische leuchtende Schlange durchs All schlängeln. Ein verblüffender Effekt, aber eben lediglich eine Täuschung. Zumindest für die Schlangenphobikerinnen und -phobiker unter uns dürfte das eine Erleichterung sein. 

Zur Studie

Ein Forscherkollektiv untersuchte bereits 2018 die Anatomie der kosmischen Schlange. Hier geht's zum Artikel im Journal Nature Astronomy.

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