Copernicus Umweltsatelliten Copernicus-Klimabericht für Europa bestätigt: 2021 war Extremjahr

2021 war in Europa ein Jahr der Klimaextreme mit Flutkatastrophen in Mitteleuropa, Dürren und Waldbränden im Süden und extrem warmen Meeren. Das zeigt der Klimabericht auf Basis von Daten der Copernicus-Satelliten.

Dunkle Wolken über dem Meer
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In Deutschland war der Sommer 2021 zwar eher regnerisch und kühl. Die Hochwasserkatastrophe an Rhein und Ahr hat aber bereits gezeigt: Auch hierzulande hat das Klima im vergangenen Jahr wieder Rekorde gebrochen. Der jetzt erschienene Klimabericht des Copernicus Climate Change Service fasst jetzt noch einmal die wichtigsten Daten zusammen, die teilweise bereits im Januar veröffentlicht worden waren.

Warme Meere führten zur Flutkatastrophe

Copernicus ist der Name des weltraumgestützten Erdbeobachtungsprogramms von Europa. Mit mehreren eigenen Satelliten und Sensoren an anderen Raumfahrzeugen beobachten Forscher die Umwelt auf unserem Planeten. Die Messungen zeigen unter anderem, dass im vergangenen Jahre die Konzentrationen der Treibhausgase CO2 mit 2,3 ppm (parts per million) und Methan mit 16,5 ppb (parts per billion) die höchsten gemessenen Werte seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht haben.

Der Sommer in Europa war demnach um 1 Grad wärmer als der Durchschnitt der 30 Jahre zwischen 1991 und 2020. Eine entscheidende Rolle hatte vor allem, dass die Wasseroberflächen der Ostsee und des östlichen Mittelmeers so warm waren wie seit 1993 nicht mehr. Im Juni und Juli sei etwa die Ostsee an ihrer Oberfläche mehr als fünf Grad wärmer gewesen als im bisherigen Durchschnitt. Diese extrem hohen Wassertemperaturen führten zum Aufstieg großer Wassermengen in die Atmosphäre und mündeten am 14. Juli nach extremen Regenfällen im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Belgien zu den Hochwasserkatastrophen an Rhein, Ahr und Maas.

Mittelmeerraum: Hitze, Dürre und Waldbrände

Im Mittelmeerraum erlebten die Menschen im Juli und August eine langanhaltende Hitzewelle. In Italien wurde zu dieser Zeit die bisher höchste jemals in Europa gemessene Temperatur von 48,8 Grad Celsius erreicht. Spanien stellte einen nationalen Rekord von 47 Grad auf. Mit den Höchstwerten einher gingen enorme Waldbrände in der Region. Im gesamten Mittelmeerraum wurden so 800.000 Hektar Wald zerstört.

"Wissenschaftliche Expertinnen und Experten wie die des IPCC haben gewarnt, dass uns die Zeit davonläuft, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen", sagte Mauro Facchini, Chef der Abteilung Erdbeobachtung bei der Generaldirektion Raumfahrt in der Europäischen Kommission. "Dieser Bericht unterstreicht den akuten Handlungsbedarf, denn klimabedingte Extremereignisse treten in Europa bereits jetzt auf."

(ens)

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