#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 28. September

1951: Bundesverfassungsgericht eröffnet

1951 eröffneten der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer und Bundespräsident Theodor Heuss feierlich das Bundesverfassungsgericht (BVG) in Karlsruhe. Als Oberstes Gericht der Bundesrepublik sorgt es seither für die Einhaltung und Durchsetzung der Grundrechte und schützt somit die Demokratie. Die Urteile des BVG sind endgültig, unanfechtbar und bindend für alle Staatsorgane. Organisatorisch setzt sich das Bundesverfassungsgericht aus zwei Senaten mit jeweils acht Richterinnen und Richtern zusammen. Diese werden vom Bundesrat und dem Bundestag gewählt und dürfen maximal zwölf Jahre im Amt bleiben.

Adenauer und Heuss bei der Eröffnung des Bundesverfassungsgerichts
Adenauer und Heuss bei der feierlichen Eröffnung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe 1951. Bildrechte: dpa

1990: Markteinführung des "Game Boys" in Europa

1990 brachte der japanische Spiele-Hersteller Nintendo den "Game Boy" in Europa auf den Markt. Das im Lieferumfang enthaltene Spiel "Tetris" verhalf der tragbaren Konsole und dem Computerspiel zu großem kommerziellen Erfolg. Weltweit verkaufte sich der Game Boy 119 Millionen Mal (Stand: Juni 2021). Er ist damit auf Platz drei der meistgekauften Spielekonsolen überhaupt. Nur der 2005 erschienene "Nintendo DS" und die 2000 auf den Markt gebrachte "Playstation 2" erreichten höhere Absatzzahlen. Tetris rangiert mit 100 Millionen Verkäufen bei den weltweit meistverkauften Videospielen auf Platz drei, hinter "Minecraft" und "Grand Theft Auto V" (Stand: Juli 2021).

Kind spielt auf Gameboy der allerersten Generation das Spiel Tetis. Hintergrund farbig unscharf, Vordergrund unscharfer Kopf des Kinds, Blick über Schulter.
Der "Game Boy" erscheint 1989 in Japan und in den USA, 1990 in Europa. Die tragbare Spielekonsole revolutioniert den Videospiele-Markt. Bildrechte: IMAGO / Thomas Eisenhuth

1990: Hitzige Debatte bei der letzten Volkskammer-Sitzung

1990 fand die 37. und letzte Sitzung der DDR-Volkskammer statt. Mit einer Dauer von 16 Stunden und 20 Minuten war es auch die längste Versammlung. Die Stimmung war wegen einer hochemotionalen Debatte besonders aufgeheizt: Sollten die Namen von "Informellen Mitarbeitern" der DDR-Staatssicherheit aus den eigenen Reihen bekannt gemacht werden? In einer geschlossenen Sitzung ohne Kameras und Mikrofone setzten sich die Befürworter schließlich durch. Die Namen von 56 Frauen und Männern wurden bekanntgegeben.

Konrad Weiß spricht bei der 37. Tagung der DDR-Volkskammer 2 min
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